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Crowdfunding : wissen und verstehen

Crowdfunding ist ein Begriff, der uns heute in vielfacher Hinsicht begegnet. Der Name und die Idee dahinter stammen aus den USA. Mittlerweile lassen sich dort viele Crowd Funding Plattformen finden. Aber auch in Deutschland und Europa findet diese einmalige Idee immer mehr Anhänger. Ursprünglich ging es dabei um Finanzierungen von Musik- und Filmproduktionen. Mit Hilfe von Usern (wie Du und ich), die von einer Idee überzeugt waren, erfolgte so eine komplette Finanzierung der jeweiligen Ideen. Dem User stand es frei, einen beliebigen Betrag zu investieren.

Heute hingegen hat Crowdfunding jedoch direkt Einzug genommen, wenn es darum geht, eine Idee im Netz oder im realen Leben umsetzen zu wollen. Genau damit möchten wir uns näher beschäftigen, abseits der Film- und Musikförderung, die bereits auf anderen Webseiten anderweitig beschrieben wurde.

Soziales Miteinander beim Crowdfunding

Vordergründlich geht es hierbei aber eigentlich nicht um ein Investment. Sondern viel mehr rückt der soziale Aspekt in den Vordergrund. Ein Aspekt, der sich heute bei vielen Bankgeschäften leider nicht mehr finden lässt. Auch gerade deswegen hat die Idee des Crowdfundings mittlerweile so viele Anhänger. Dabei werden Ideen und Projekte in Form einer Mikrofinanzierung aus dem Nichts geschaffen.

Jeder kann mit nur geringen Beiträgen etwas Neues schaffen und junge Ideen fördern. Abseits der großen Kreditinstitute, abseits starrer Regeln. Gemeinsam etwas bewegen, lautet das Motto beim Crowd Funding. Denn viele dieser Ideen hätten bei den etablierten Banken einfach keine Chance gehabt. Nicht etwas wegen fehlender Businesspläne, sondern einfach aufgrund des geringen Kapitalwunsches. Nicht immer benötigt man für die Umsetzung seiner Vorstellung 6- oder 7-stellige Beträge. Manchmal reichen bereits kleine Investmentsummen, ums ein Vorhaben ins Leben rufen zu können. Und genau das ist Crowdfunding.

Beteiligen und Mitfiebern!

Jeder kann sich hier nach Belieben an einem Projekt beteiligen und mitfiebern. Wie bereits erwähnt, steht die mögliche Rendite gar nicht im Vordergrund. Viel wichtiger ist es, etwas gemeinsam mit nur geringen Mitteln aufzubauen. Daher wird Crowd Funding auch gerne als Schwarmfinanzierung bezeichnet. Die Projekte können dabei aus allen Bereichen stammen. Mode, Design, Internet, Nahrungsmittel, Dienstleistungen.- Es bestehen keine Grenze. Genau das ist das Schöne am Crowdfunding.
Jeder erhält seine Chance, seine Ideen umzusetzen und vielleicht ein Lebenswerk zu schaffen, mit Hilfe von vielen, die einfach an die Idee und die Verwirklichung glauben.

Dabei muss der User (also der Investor) noch nicht einmal viel Geld investieren. In den meisten Fällen kann man so seine persönlichen Projekte mit nur einem geringen Beitrag unterstützen. Im Durchschnitt zahlen User um die 75 Euro als Einlage ein, viele beteiligen sich aber auch mit deutlich geringeren Zahlungen.
Natürlich werden auf den Crowdfunding Plattformen nicht einfach Ideen und Projekte nach Lust und Laune veröffentlicht. Auch hier heißt es natürlich, das diese Hand und Fuß haben müssen. Es ist zunächst einmal wichtig, wer hinter der Idee steht und wie sich das Ganze tatsächlich umsetzen lassen soll. So fließen natürlich, genauso wie bei einer Bankfinanzierung, Kalkulationen und Berechnungen ein. Auch Geschäftspläne gehören oft dazu. Schließlich soll eine Idee nicht nur einfach zum Leben erweckt werden, sondern auch langfristig bestand haben. So paaren sich die Ideen mit dem realen Umfeld zu vielleicht einem großen Vorhaben, an dem jeder User nach Bedarf teilhaben kann. Der soziale Faktor ist gerade deswegen beim Crowdfunding keinesfalls zu unterschätzen und spielt wohl die größte Rolle. Denn das Risiko ist bei einer solchen Beteiligung natürlich dementsprechend hoch.

Weg von den harten Renditevorgaben

Es kann zu einer lukrativen Rendite kommen oder aber auch zu einem Verlust der Einlage. Daher zahlen die User Geldbeträge auch nur, wenn sie wirklich von dem vorgestellten Projekt fasziniert sind und die Umsetzung für möglich halten. Das glauben an ein Projekt und dessen Möglichkeiten, prägen stark den Gedanken des Crowd Fundings.
Abseits des Renditewahns, dem viele Projekte bei Bankfinanzierungen unterliegen, können sich hier Ideen langsam entwickeln, ohne das Ethik und sozialer Anspruch vernachlässigt werden müssen. Ein Punkt, der in unserer heutigen Zeit immer wichtiger wird. Ein Punkt auch, warum viele Internetnutzer in Deutschland immer öfters diesen Gedanken unterstützen wollen und bereit sind mit nur kleinen Beiträgen Ideen zu fördern.- In der Hoffnung, dass etwas Neues entstehen kann.

Kleine Beträge können viel bewirken

Bei einigen Projekten kann man sich bereits teilweise ab 5 Euro beteiligen. Man bemerkt an solchen Beträgen, dass es wirklich nicht in erster Linie um ein Gewinnstreben geht.
Für das so eingesammelte Kapital wird entweder eine Sachleistung oder immaterielle Leistung bei Erfolg geboten. Das ist immer von Projekt zu Projekt im Crowd Funding Bereich unterschiedlich. Denn vielmehr geht es ja darum, durch gemeinsame Kraft etwas zu erreichen.

Seit einigen Jahren ist der Begriff Crowdfunding auch bei uns in Deutschland zuhause. Mehr als über 500 Projekte konnten so schon umgesetzt werden. Ideen, die oft nur im 4- bis 5-stelligen Betrag liegen und daher für Banken ohne Interesse waren. Natürlich kann nicht jedes Projekt langfristig erfolgreich sein. Doch auch das ist der Gedanke beim Crowd Funding. Ideen umzusetzen und diese ohne Druck und Renditeerwartungen auszuüben. Die Macher können sich damit vollkommen auf Ihre Ideen konzentrieren, ohne sich jeden Tag mit dem Zahlenwerk beschäftigen zu müssen.

Aus Visionen wird Greifbares!

Eine Idee, die nicht nur die USA bereichert hat, sondern auch in Deutschland immer mehr Möglichkeiten und soziale Perspektiven ermöglicht. Crowdfunding ist damit ein soziales Netzwerk, in dem es aber nicht einfach nur um Smalltalk oder Nichtigkeiten geht. Sondern hier sollen durch das gemeinsame Anpacken aller etwas bewegt werden. Neue Ideen und Visionen können so entstehen.
Mit der Teilnahme vieler User können zukunftsträchtige Visionen schon heute Realität werden. Hierbei zählen nicht nur die nackten Geschäftszahlen, sondern vor allem auch Kreativität und individuelles Können. Durch den fehlenden Druck der üblichen Kreditinstitute muss beim Crowdfunding auch nicht das Ellenbogen-Prinzip angewandt werden. Soziales verbindet sich mit Ethik sowie Moral und dem Gedanken der Masse zu einem völlig neuen Mehrwert. Das ist Crowd Funding. Wir alle können mit nur geringen Mitteln dazu beitragen.

Informationen mit Mehrwert

Um Ihnen Crowdfunding aus verschiedenen Perspektiven näherzubringen, haben wir uns umfassend damit beschäftigt. Auf den nachfolgenden Seiten möchten wir Sie daher langsam und sicher in das Thema einführen. Zu Sprache sollen aber nicht nur die positiven Punkte kommen, sondern auch die Schattenseiten. Sie sollen damit Gelegenheit erhalten, einen tiefen und interessanten Einblick in das Thema Crowdfunding zu erhalten.- Unabhängig, objektiv und mit gesundem Sachverstand einfach und schnell erklärt. Ein kleiner Leitfaden durch die große Welt des Crowdfundings. Das ist unser kleiner Beitrag zu der großartigen Idee des sozialen Miteinanders.

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Crowdfunding Startups – Film und Musik

Crowdfunding, so werden sicherlich einige wissen, wurde zuerst im Bereich von Film und Musik genutzt. Damit kamen auch die Künstler in den Vorzug von finanziellen Möglichkeiten, die durch die Großen eben nicht gefördert oder angenommen wurden. An sich eine lobenswerte Sache, die aber auch einen großen Haken hat. Wird ein Künstler mit seinen Ideen im Bereich Film und Musik nicht von den renommierten Verlagen und Produzenten unter Vertrag genommen, kann das auch oft in Verbindung mit der künstlerischen Qualität stehen. Erkennen lässt sich dieses aber auf der Plattform kaum.

Das richtige Crowdfunding

Das Crowdfunding von Startups ist sozusagen die erwachsene Form. Neben dem Schwerpunkt und der Ausrichtung in diesen Bereichen unterscheidet dabei vor allem die Professionalität. So kann sich im Bereich von Film und Musik praktisch jeder mit jeder noch so verrückten Idee bei den vielen Crowd-Plattformen bewerben. Teilweise geht es dabei dann um Summen, die in Einzelfällen weiter unter 1.500 Euro liegen. Da taucht natürlich schnell die Frage auf, warum man solche niedrigen Summen überhaupt auf einer Crowd Plattform einstelen. Schnell verdichtet sich hier der Verdacht, dass der Starter des Projektes selbst nicht an seinen Erfolg glaubt und daher auch nicht bereit ist, das Projekt aus dem eigenen Sparvermögen zu finanzieren. Aber auch bei Projekten und Ideen im höheren Segment lassen sich Vorstellungen finden, die jeglicher Realität entbehren.

Das ist der größte Unterschied zum professionellen Crowdfunding, wenn es darum geht, Startups zu finanzieren, Visionen zu verwirklichen und damit in vielen Fällen auch Arbeitsplätze zu errichten. Sicherlich lassen sich in diesem Bereich auch einige Ideen und Vorstellungen finden, die schwer in Worte zu fassen sind. Dennoch sind die Ansprüche und Richtlinien bei Startups viel höher als bei den oft schwammigen Formulierungen und Richtlinien bei Film und Musik. Meistens unterliegen Film und Musik auch kaum rechtlichen Auflagen und Kontrollen. Ein Grund, mehr warum viele Künstler so ihr Risiko selbst abwälzen und oft die verrücktesten Sachen anbieten.

Wenn Sie sich also ernsthaft mit Crowdfunding beschäftigen möchten, setzen Sie von Anfang an auf Professionalität. Denn nur dann kommt es bei Projekten auch langfristig zu Erfolg. Nur dann können Sie wirklich an Visionen teilhaben und diese gemeinsam umsetzen.

Crowdfunding Plattform: fundsters , Deutschland

Alle Daten sind ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit aufgeführt. Jeder, der sich für diese Plattform interessiert, sollte sich deshalb weitere genaue Informationen einholen. Wir übernehmen keine Haftung für die Angaben der nachfolgenden Daten!

I. Kontaktdaten

Webseite: http://www.Fundsters.de
eMail: info@Fundsters.de
Tel.: +49 2159 91 53 30
Rechtsform: AG
Postadresse: Rudolf-Diesel-Str. 11, 40 670 Meerbusch
Registergericht: Amtsgericht Neuss,
Registernummer: HRB 15032
Vorstand: Markus Brütsch, Dr. Weinberger
Team von Fundsters: http://www.Fundsters.de/fragen/ueber-uns/das-team/
Eigener Block: http://www.Fundsters.de/blog/kategorien/alle/
Facebook: http://www.facebook.com/Fundsters
Twitter: https://twitter.com/Fundsters
Xing: https://www.xing.com/companies/Fundstersag

II. Geschäftsdaten und Abwicklung

Gegründet: Ende 2011
Besonderheit: Plattform für Crowdfunding in Deutschland
Mitarbeiter: 13, Tendenz steigend
Schwerpunkt: Gemischt
Beteiligungen: ab 250 Euro
Zeitraum: Max. unterschiedlich
Beteiligungsform: Stille Beteiligung
Zielgruppe: Gemischt
Provision: 4 % (bei Unterstützern) bis 9 % (bei Investing) + 10 Prozent Gewinnbeteiliung
Haltefristen: In der Regel 5 Jahre
BaFin-Aufsicht: JA!
Zahlung: Treuhand Fidor Bank
Registrierte Mitglieder: Nicht bekannt
Aktive Mitglieder: Nicht bekannt
AGB: http://www.Fundsters.de/company/agb/

III. Historie und Entwicklung

Mit Fundsters begegnet uns endlich einmal wieder ein Unternehmen, das auch bei der BaFin registriert ist und auch sonst die aktuellen Geldwäsche Gesetze beachtet. Bei vielen anderen Crowdfunding Plattformen werden der Geldwäsche und Steuerhinterziehung Tür und Tor geöffnet. Fundsters möchte sich gegenüber diesen Plattformen absetzen und ein seriöses als vor allem auch zukunftsträchtiges Crowdfunding anbieten. Gegründet wurde die Crowd Plattform im Jahre 2011 und orientiert sich dabei an der Fidor Bank, die auch involviert ist. Fundsters möchte sich an Vereine, Unternehmen und Privatpersonen wenden. Die Entwicklung verlief rasant. Heute kann Fundsters mehr als 13 festangestellte Mitarbeiter zählen und ein weites Netz aus Experten. Die Expansion geht weiter.

IV. Informationen für Investoren

Investieren kann jeder bei Fundsters ab 1 Euro. Voraussetzung hierbei ist eine umfassende Registrierung sowie Identifikationsprüfung. Diese ist vom Gesetzgeber in der EU vorgeschrieben, wird aber leider nur von wenigen Crowd Unternehmen eingehalten.
Die Legitimationsprüfung kann auf fünf Wegen geschehen. Am einfachsten erscheint das Post-ID Verfahren, was wohl fast allen bekannt sein dürfte. Ebenso wie das Verify-U Verfahren (Online-Identifizierung), welches aber als nicht sicher gilt. Ebenso kann es auch über beglaubigte Ausweiskopie (Notar, Einwohnermeldeamt) erfolgen. Kunden der Fidor Bank brauchen nur ihr Konto miteinander zu verknüpfen.

Ist dieses erst einmal erfolgt, steht dem Unterstützer die Welt des Crowd Investment offen. Auf der Plattform lassen sich unterschiedliche Projekte bereits einsehen, an denen man sich nach Belieben beteiligen kann.

Die Beteiligung erfolgt über eine Stille Beteiligung. Allerdings nicht an dem auserwählten Projekt. Die Beteiligung ist nur über Fundsters an dem Start-up möglich. Eine direkte ist jedoch ausgeschlossen.

In der Regel wird die Beteiligung 5 Jahre gehalten, bevor es zum Exit kommt.

Dabei berechnet das Crowdunternehmen 10 Prozent vom Gewinn. Steuerliche Abrechnungen und das weitere Reporting in dieser Zeit erfolgen durch ein Tochterunternehmen von Fundsters.

V. Informationen für Gründer

Gründer können selbst eine Kampagne auf Fundsters starten. Die Auswahlkriterien dafür sind schwammig, sodass praktisch jeder Zugang erlangen kann. Projekte sind schon ab kleinen Summen möglich und können 100.000 Euro weit übersteigen.

Auch Gründer müssen sich natürlich einem genauen Identifikationsverfahren unterziehen.
Nun kann unterschieden werden. Soll eine Investition erfolgen oder ein Beitrag.
Unter Investitionen versteht man ernsthafte Projekte, die auch Gewinn bringen sollen. Als Beitrag werden Projekte gefördert, die eher einen Spaßfaktor haben, bei denen ein Gewinn allerdings nicht zu erzielen ist. Statt dessen erhalten Unterstützer eine Gegenleistung als Dankeschön.

Ein Businessplan sollte vorhanden sein, ist aber anscheinend kein Muss. Ist die gewünschte Finanzierungssumme erreicht, erfolgt die Auszahlung an die Gründer. Abzüglich der unterschiedlichen Provisionen, Gebühren und so weiter.

VI. Unser Fazit

Mit Fundsters etabliert sich auch eine Plattform, die dem derzeitigen Marktführer endlich das Fürchten lehren kann und sich auf dem Weg nach oben befindet. Das Team der Crowdfunding Plattform besteht keinesfalls aus jungen Netzaktivisten, die der Piraten Partei entsprungen sein könnten. Sondern aus kompetenten Personen im mittleren Alter. Zahlreiche Teammitglieder bringen eine langjährige Erfahrung aus unterschiedlichen Bereichen mit, die sich für das Angebot im Crowdfunding harmonisch miteinander verbinden. Da macht das Investieren zum ersten Mal wirklich richtig Spaß. Hier kann Crowdfunding gelebt und erlebt werden.

Mit Fundsters findet sich auch erstmalig eine Plattform, die legal und ganz offiziell auch Gelder über 100.000 Euro für ein Projekt einsammeln darf. Viele werden jetzt sagen, aber der Marktführer und andere Plattformen bieten dieses ebenfalls an. Das ist zwar richtig, doch so ganz legal ist das Treiben nicht immer. Fundsters setzt dem ein Ende und bietet legales und gesetzeskonformes Crowdfunding an, ohne Hintertüren oder Gesetzeslücken nutzen zu müssen.

Ein Novum ist auch die Legitimation. Bei anderen Crowd Plattformen ist uns fast immer aufgefallen, dass auf die aktuellen Geldwäschegesetze kein Wert gelegt wird. Damit boten sich ideale Möglichkeiten an, um ganz bequem Gelder zu waschen. Deshalb hat auch hier Fundsters Wert auf die gesetzlichen Vorgaben gelegt.

Nun die Schattenseiten

Aber natürlich gibt es auch Punkte, die man differenziert betrachten muss. Fundsters will keine laufenden Gebühren für Investoren/Unterstützer berechnen. Im Klartext, man muss bei seiner Investition weiterhin mit Fundsters zusammenarbeiten. Und das lässt sich das Team im Erfolgsfalle gut bezahlen. Immerhin 10 Prozent verlangt Fundsters aus dem erzielten Gewinn der Beteiligung.

Was ebenfalls nicht gut gefällt, ist die Ansprache. Statt die förmliche Anrede, nutzt Fundsters das „Du“. Das findet man häufig im Internet, kann aber auch als Frech bezeichnet werden. Denn, ob ich jemandem das „Du“ anbiete, möchte ich in der Regel selbst entscheiden. Die Crowd Plattform versucht sich vor allem im Bereich der Sozialen Netzwerke. So soll sich jeder in der Community gemeinsam mit anderen Mitgliedern austauschen können. Das ist sicherlich ein Punkt, für Freunde von Sozialen Netzwerken, weniger jedoch von Investoren, die sich ernsthaft mit Crowdfunding beschäftigen möchten.

Wissen sollte man auch, dass man sich nicht direkt an dem vorgestellten Projekt beteiligt. Das Geld fließt an die Fundsters Venture Capital GmbH. An dieser erwirbt man auch die Stille Beteiligung. Die GmbH schließt dann mit dem Gründer den Beteiligungsvertrag ab und verspricht, alle Gelder der Unterstützer zu 100 Prozent in das Startup fließen. Eine häufig gewählte Abwicklungsform im Crowdfunding. Zu einem ist die Abwicklung relativ einfach und zum anderen kann sich Fundsters so überall Vorteile verschaffen. Der Unterstützer hingegen bleibt in einer Abhängigkeit. Letztendlich bestimmt damit die Crowdfunding Plattform den eigentlichen Rückkaufwert der Beteiligung. Sicherlich sind hierbei die gesetzlichen Bedingungen zu beachten, dennoch ist so etwas immer mit Vorsicht zu betrachten. Größere Investitionen sollten so generell nicht getätigt werden. Das lohnt in der Regel nur für drei- oder maximal kleine vierstellige Summen. Damit kommen wir auch schon auf den nächsten Knackpunkt.

Die Frage, ab welcher Summe man sich denn eigentlich Beteiligen kann. Hierfür bedarf es einer Menge Zeit, um die Antwort auf der Crowd Plattform finden zu können. Die Antwort lautet ab einem Euro. Nun befinden wir uns in einem Ein-Euro-Laden. Das zeugt nicht wirklich von Seriosität. Hier versucht man der Fidor Bank nachzueifern und vor allem Unterstützer anzuziehen, die bislang wenig Erfahrung von der Materie haben. Das hat zu Folge, das wirklich lukrative Ideen von Gründern eher anderweitig platziert werden. Das gleiche Bild ergibt sich auch bei der Zielgruppe. Hier zeigt sich Fundsters als ein Gemischtwarenladen. Ein wirklicher Schwerpunkt ist nicht zu finden, das ist schade. Nachbesserung an Fundsters ist unbedingt zu empfehlen!

Die vorgesellten Projekte sind interessant. Dennoch sind immer wieder Ausreißer zu finden, wie etwa eine Kinderparty. Oder ein Projekt aus der Vergangenheit, indem ernsthaft für einen Menschenkicker gesammelt wurde. So bewegen wir uns schnell von einem seriösen Bild zum Image eines TV-Senders al á RTL II. Projekte, die eigentlich keinen Erfolg und schon gar nicht einen Gewinn versprechen. Hier sollte man als ernsthafte Plattform mehr aussortieren, um das Risiko gering zu halten. Insbesondere wird Gründern geraten, einen Businessplan als Grundvoraussetzung zu verwenden, es ist aber anscheinend kein Muss. Hier läuten alle Alarmglocken. Das Risiko ist damit unüberschaubar geworden. Ein Totalverlust der Einlage mehr als wahrscheinlich.

Erstaunlich ist auch, das hier, wie bei Schnellballsystemen Gründer darauf hingewiesen werden, die eigene Familie und Freunde einzubeziehen. Da diese in der Regel 30 bis 50 Prozent aufbringen, so Fundsters. Eine gefährliche Sache und unserer Erfahrung nach absolut nicht üblich. Freunde und Familie sollte man aus solch riskanten Sachen immer raushalten. Denn wozu sonst nutzt man das Crowdfunding?

Damit lässt sich festhalten, für User, die einfach Geld ausgeben wollen (weil es Spaß macht oder ein Projekt interessant ist) eine attraktive Plattform sein kann. Praktisch eine sympathische Alternative, die sich in das hippige soziale Netzwerk im Web einreiht. Für ernsthafte Investoren aber mit Sicherheit weniger interessant. Beim dem neuen Trend des Social Banking, wo sich alles mit jedem verbindet, bestehen aber auch große Gefahren. So war es nie einfacher wie hier, komplette Personenprofile zu erstellen. In Verbund mit Bank und Crowd Plattform geht das nun noch viel direkter.