Archiv für den Monat: März 2013

Sinnvolle Projekte im Crowdfunding

Wer dieser Tage auf die Angebote in den unterschiedlichen Crowdfunding Plattformen blickt, wird nur wirklich wenig sinnvolle Angebote sichten können. In den meisten Fällen liegen entweder zu wenige objektive Daten vor, die Gründer sind unerfahren und noch nicht Reif hinter den Ohren oder die Ideen entziehen sich jeder realen Basis. Ein noch langer Weg, bis Crowdfunding in Deutschland wirklich ernst zunehmen ist. Dennoch wer manchmal viel Zeit mit der Suche verbindet, wird manchmal hoffnungsvolle Angebote finden können. So ging es uns erst vor kurzer Zeit, als wir erneut den Markt für Crowdfunding analysieren wollten.

Dabei erblickten wir auf Jahresende das Angebot dreier Herren. Drei gestandene Männer, die vor allem Kompetenz für das vorgeschlagene Projekt mitbrachten und bereits über die Infrastruktur zur Umsetzung verfügten. Das was jetzt noch fehlte, war einfach das Geld. Hier lohnt sich erst mal seit Langem wieder ein Blick. Ein Blick, der sich auch finanziell bei einer Beteiligung lohnen könnte.

Wer sind die Drei?

Namen der zwei Brüder Stephan und Robert Henker sowie der Geschäftspartner Marius Schulze sind bislang vielleicht noch unbekannt, haben aber das Potenzial auf der Leiter ganz nach oben zu steigen. Alle drei befinden sich bereits kurz nach dem 30. Lebensjahr, bringen also bereits schon viel Lebenserfahrung mit. Wichtig für jedes Projekt im Crowdfunding, um das Risiko der Einlage ein wenig zu minimieren.

Ihre Idee?

Alle drei sind von Anfang an begeistert dabei. Die Idee bewegt sich im Bereich des Tradings von Finanzen. Genauer gesagt hat das Team in langer Arbeit ein automatisiertes Handelssystem entwickelt. Das als solches ist heute sicher nichts Ungewöhnliches. Gibt es doch dafür bereits kaum zählbare Anbieter, seriöse und unseriöse. Die meisten Angebote sind jedoch Namenlos und lassen sich nicht mit Menschen im Hintergrund verbinden, die Schweiß und viel Arbeit eingebracht haben. Aber es geht nicht nur um das Handelssystem. Vielmehr geht es um den Zugang. Dieser soll vor allem Privatanlegern, mittels einer Plattform, Zugang gewähren. Und das wäre ein Novum. Ein automatisiertes und professionelles Handelssystem, was vor allem Privatanleger zugänglich ist und das zu einem Preis, der auch für Kleinanleger interessant sein könnte, ist bisher auf dem Markt kaum vorhanden. Zwar gibt es immer wieder Angebote von Handelssystemen, die bereits unter 1000 Euro verfügbar sind. Doch die Qualität spricht für den Preis. Hier scheint es endlich einmal anders zu sein. Wir sind darauf aufmerksam geworden und vor allem neugierig. Und das passiert im Crowdfunding selten. Namentlich wird das alles unter dem Unternehmensnamen „Refined Investment“ geführt. Die Systeme sollen so vollkommen automatisch Aktien, Rohstoffe und Währungen analysieren, managen und automatisch Positionen erwerben und schließen. Denn so etwas (also ein System welches wirklich Überzeugen konnte) gab es bislang eigentlich nur für institutionelle Anleger.

Eine Idee, die gerade zur richtigen Zeit kommt. Zwar sind Themen wie Börse und Finanzen in Deutschland derzeit mit einem schlechten Image behaftet, aber durch die dauernden Krisen boomen sie. Kaum ein anderer Bereich boomt derzeit wie die Börse. Derzeit lassen sich gewaltige Gewinne erzielen, die in normalen Zeiten undenkbar sind. Daher sind Krisen jeder Art nutzbringende Zeiten. Das alles kommt der Idee natürlich zugute. Denn die Gefahr, mit seiner Entscheidung falsch zu liegen ist groß und vor allem Teuer. Das kann ein automatisiertes System zwar nicht zu 100 Prozent ausschließen, aber es könnte ein Teil des Risikos eliminieren.

Das Crowdfunding

Das Minimalziel, das sich die Jungunternehmer mit dem kompetenten Background setzten, lagt bei 50.000 Euro. Doch dieses Ziel konnte bereits 15 Minuten nach der Platzierung erreicht werden. Und es kamen immer noch weitere Einzahlung durch das Crowdfunding dazu. Platziert wurde das Angebot der Refined Investment Gesellschaft direkt bei der Crowd Plattform Seedmatch.

Nach bereits 52 Minuten wurden bereits 100.000 Euro erreicht. Damit haben die drei sympathischen Gründer einen Deutschlandrekord erreicht. Das zeigt zweierlei Sachen. Zu einem scheinen die Angebote sonst im Crowdfunding eher Ideen von noch heranwachsenden Teenies zu sein oder älteren Personen, die sich noch einmal Jung fühlen möchten und daher kaum wirtschaftliche Erfolge versprechen, zum anderen, das die Netzgemeinde auf wirklich gute und substantiell starke Angebote wie dieses nur wartet und auch bereit ist, Geld ohne Sicherheiten zu investieren. Seedmatch mit Sitz in Dresden konnte daher seine Martkführerschaft in Deutschland wieder einmal klar unter Beweis stellen. Die Geldgeber, also die so genannten Unterstützer, hoffen natürlich nun am Erfolg des Unternehmens partizipieren zu können. Und zum ersten Mal sieht das sogar gut aus. Auch Seedmatch selbst lebt davon natürlich gut. Ob späterer Erfolg oder Misserfolg eine Provision von 5 – 10 Prozent ist sicher.

Wir sind gespannt auf die Entwicklung des Unternehmens und wünschen den Gründern viel Erfolg.

Kurzinfo zu den Gründern

Unternehmen: Refined Investment Technologies
Crowd finanziert: Seedmatch
Webseite: https://www.refinedinvest.com/
Facebook: https://www.facebook.com/RefinedInvest
Twitter: https://twitter.com/Refined_Invest
Crowd Datum: November 2012
Eingesammeltes Kapital: 100.000 Euro
Crowd Investoren: 140
Durchschnittsbeteiligung: 714,30 Euro pro Investor

Update:

Ab dem 28.03.2013 gibt es eine zweite Finanzierungsrunde über Seedmatch in Höhe von 350.000 Euro. Die Bewertung des Startups steigt von 1,20 Mio Euro auf 1,75 Mio Euro und bedeutet so für die Investoren des ersten Fundings im November 2012 einen Bewertungsgewinn von knapp 50 % in nur 4 Monaten.