Als Gründer !

Erfolgreich Crowdfunding als Gründer nutzen

Wer jedoch nicht einfach nur Geld investieren und zuschauen möchte, der kann seine Ideen und Visionen natürlich auch selbst auf einer der Crowdfunding Plattformen vorstellen. Zunächst einmal sollte man sich genau anschauen, welcher Anbieter dafür tatsächlich infrage kommt. So sind Seiten zu finden, die sich auf bestimmte Schwerpunkte im Crowdfunding spezialisiert haben. Andere bieten einen gesunden Mix aus verschiedenen Bereichen an. Maßgebend ist dafür auch die Zielgruppe, die über die Plattform bislang erreicht wird. Denn mit Ihrer Idee sollten Sie vorzugsweise ebenfalls einen identischen Personenkreis ansprechen, der sich von Ihren Visionen mitreißen lässt. Der User muss sich anders als bei einer klassischen Bankanlage also mit Ihrem Projekt identifizieren können.

Zugleich auch das größte Erfolgsgeheimnis im Crowdfunding.

Ziele klar und einfach definieren

Schon bei dem Definieren des eigentlichen Projektzieles sollten so auch die Vorstellungen der Zielgruppe miteinfließen. Schließlich sollen die User nicht einfach nur Geld geben, sondern auch Tel des Ganzen werden und möglicherweise an einem bedeutungsvollen Erlebnis teilhaben können. Das ist ein Teil der großen Faszination des Crowdfundings. User sind nicht nur Investoren, sondern Sie müssen Fans Ihrer Visionen werden.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

In der Regel bieten derzeit alle Plattformen ein kostenloses Einstellen von Ideen und Projekte ein. Wird der gewünschte Finanzierungsbedarf erreicht, wird eine Provision in Abzug gebracht. Die Betreiber der Crowd Plattformen verlangen dabei von 5 – 10 Prozent. Dabei kann sich der Betrag auch nach der Höhe des eingesammelten Kapitals richten.

Diesen Betrag sollten Sie unbedingt in Ihrem Bedarf einkalkulieren.

Hinzu kommen die zahlreichen Nebenkosten. Unterstützer werben und informieren kostet vor allem Zeit. Oft kann dieses nicht alleine erfolgen. Besonders bei größeren Projekten raten wir vorher, sich einen entsprechenden Rat bei Rechtsanwälten einzuholen. Viele Plattformen befinden sich noch in einer jungen Phase. Zahlreiche rechtliche Punkte sind bislang im Crowdfunding noch nicht geklärt. Sie sollten sich also frühzeitig absichern.

Für wen eignet sich Crowdfunding?

Die Zielgruppe lässt sich in diesem Bereich recht breit ziehen. Da sind zu einem die typischen Gründer, die eine Idee oder Vision haben. Denen zu einem das Geld fehlt und die Möglichkeit eine Fremdfinanzierung (Kredit durch Bank) zu erhalten. Viele Banken lehnen Ideen ab, da einfach keine Sicherheiten vorhanden sind. Ideen sind nicht pfändbar. Oft bewegt sich der Finanzierungsbedarf aber auch nur im 5-stelligen Bereich. Diese Beträge sind für Banken meistens wenig profitabel und werden ebenfalls gerne abgelehnt.

Neben dem Gründer eignet sich Crowdfunding aber auch für kleine und mittlere, bereits am Markt bestehende Firmen. Firmen, die neue Produkte und Ideen entwickeln wollen und dabei unabhängig von Banken bleiben möchten. Oft ist auch hier das Problem, das Banken keine neue Visionen finanzieren wollen. Visionen sind immer mit einem Risiko behaftet.

Es muss nachvollziehbar sein

Visionen sollten aber auch Hand und Fuß haben. Sie sollten genau wissen, wie viel Geld Sie für die Umsetzung benötigen und auch Kalkulationen vorweisen können. Eine Vision sollte mehr als nur ein Traum sein. Erst wenn das die User spüren, werden Sie auch bei Ihrem Angebot auf einer Crowdfunding Plattform Erfolg haben.

Dabei sollte man eine einfache Richtlinie beachten. Setzen Sie das Fundingziel (also den Geldbedarf) nie zu hoch an, das es unrealistisch wirkt. Gleichzeitig sollte es aber auch keinesfalls zu niedrig angesetzt werden, sodass die Umsetzung damit gefährdet werden könnte. Es gilt hierbei, den Mittelweg zu finden.

Storytelling

Eine Vision beinhaltet aber auch immer eine Story. Anders als bei einem Fonds geht es nicht darum, mit Zahlen zu beeindrucken. Sie müssen mit Ihrer eigenen Geschichte beeindrucken können. Fachsprachlich wird dieses auch gerne als Storytelling benannt.

Wir möchten es als eine Art Lebenslauf betrachten. Ein jeder Mensch hat einen bestimmten Lebenslauf, der ihn zu dieser Idee bewegte. Und wer genau diese Geschichte bildhaft und fesselnd darstellen kann, wird auch bei der Suche nach Anlegern auf der Crowdfunding Plattform Erfolg haben. Um es noch einmal ganz klar zu sagen, Zahlen sind wichtig. Doch im Crowdfunding zählt das soziale Miteinander. User wollen von Idee gefesselt und in den Bann gezogen werden. Die meisten investieren nicht vordergründlich, um eine Rendite zu erhalten, sondern um etwas aus eigener Überzeugung bewegen zu können. Ihre Visionen sollten aber nicht nur auf einer Crowdfunding Plattform zu finden sein, sondern an vielen Orten im Internet. Die Vision sollte eine hohe Präsenz erreichen. Jeder, der sich für Ihre Ideen erwärmen kann, ist gleichzeitig auch ein potenzieller Investor im Crowdfunding.

Rechtliche Punkte klären

Doch nicht nur die Vision als solches ist entscheidend. Wenn Sie in Deutschland ein Crowdfunding Projekt initiieren, müssen jedoch auch rechtliche Punkte beachtet werden. Wie bei klassischen Anlagen auch ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bei der Überwachung dieser Punkte federführend. Durch die Bündelung von Angebot und Nachfrage auf eine Crowdfunding Plattform wird oft eine Beteiligung in kurzer Zeit erreicht. Anleger zeichnen diese dann verbindlich. Bereits in nur wenigen Stunden kann so ein Angebot ausplatziert sein. Also das Vorgabeziel für die benötigte Investition wurde erreicht.

Das es nicht nur einfach darum geht seine Wünsche und Ideen nach außen zu tragen, lässt sich auch an den Auflagen erkennen. Wer eine Beteiligung über eine Crowdfunding Plattform in Europa anbieten möchte, unterliegt oft einer Prospektpflicht und benötigt eine Erlaubnispflicht durch die jeweilige Aufsichtsbehörde.

„Ob und in welchem Umfang diese Punkte auch auf Ihre Idee zutreffen, sollte daher zuvor durch einen erfahrenen Rechtsanwalt abgeklärt werden.“

Prospektpflicht?

In Deutschland besteht immer dann eine Prospektpflicht, wenn in Verbindung mit der Anlage und der Einzahlung stille Beteiligungen erfolgen. Soll der Gelderlös allerdings unter 100.000 Euro liegen, entfällt diese Pflicht oft. Denn hierbei sieht der Gesetzgeber keinen gesonderten Schutz des Anlegers vor. Ebenso kann das der Fall bei höheren Anlagen sein, wenn die Anteile auf maximal 20 Personen begrenzt werden. Da die User sich beim Crowdfunding jedoch gewöhnlich mit nur geringen Beiträgen beteiligen, dürfte dieser Punkt wegfallen.

Grundlagen für die Beteiligungen

Geld einsammeln ist das eine. Doch was passiert, wenn Sie mit Ihrer Idee Erfolg haben sollten? Wie sind dann die Unterstützer zu belohnen. Über diesen Punkt sollten Sie sehr genau nachdenken. Gerade bei kleinen Projekten lohnt sich eine Aktienausgabe im Frühstadium kaum. Hier werden beim Crowdfunding gerne stille Beteiligungen angeboten.

Sind diese aber falsch kalkuliert, kann der spätere Erfolg dem Gründer das Genick brechen.

Auch Fehler bei der Handhabung können schnell die Gerichte auf den Plan rufen. Beachten Sie auch, das es für Crowd Funding in Deutschland noch keine genauen rechtlichen Rahmenbedingungen gibt. Daher wird es in der nächsten Zeit zu unterschiedlichen Musterprozessen kommen, um diesen Rahmen zu schaffen.

Der Anbieter ist Teil des Erfolges

Erfolg verspricht auch, wer sich bei der Wahl der Crowdfunding Plattform auf einen etablierten Anbieter verlässt. Wobei das Wort etabliert hier sicherlich noch nicht angewandt werden kann. Immerhin sind viele Plattformen in Deutschland erst seit wenigen Monaten auf den Markt.

Bekannt und bei Anlegern geschätzt ist zum Beispiel Seedmatch (gestartet im Herbst 2011). Eine der ältesten Plattformen in Deutschland. Nach Angaben des Betreibers sind fast 8.000 Mitglieder registriert, von denen mehr als 1.200 aktiv sind. Entscheiden Sie sich jedoch für eine neuere Plattform, ist die Anzahl der Mitglieder oft deutlich niedriger. Das kann den Erfolg des Startups erschweren oder gar unmöglich machen. Die Mitgliederanzahl steht aber in vielen Fällen auch für das Vertrauen der Anleger. Crowdfunding lebt in aller erster Linie nicht von umfangreichen Geschäftsplänen, sondern vom Vertrauen der User und das diese sich mit Ideen identifizieren können.

Andere soziale Netzwerke

Das Einstellen eines Projektes auf einer Crowdfunding Plattform erhöht die Bekanntheit Ihrer Idee. Ist aber keinesfalls ausreichend. Das so genannte Crowdinvesting ist sehr zeitintensiv. Eine entsprechende PR-Kampagne über Facebook, Twitter und anderen Kanälen ist erforderlich. Gleichzeitig erhalten Sie das Feedback einer großen Masse. Mögliche Schwächen können so entdeckt und beseitigt werden.

4 schnelle Schritte zum Erfolg

1. Wählen Sie Ihre Crowd Funding Plattform vorsichtig

– Achten Sie auf die Größe der Plattform!

– Achten Sie auf die Erfahrung anderer User!

– Achten Sie auf Schwerpunkte

2. Idee/Projekt anmelden und einstellen

– Lassen Sie sich Zeit!

– Erstellen Sie Geschäftspläne, Kalkulieren Sie!

– Gibt es Vorgaben/Richtlinien für Projekte?

– Bei größeren Projekten sprechen Sie vorher mit einem Rechtsanwalt!

– Welchen Betrag benötigen Sie?

– Was ist die Gegenleistung für die Unterstützer?

3. PR Strategie und Geld sammeln

– Nach dem Einstellen ist vor dem Einstellen!

– Machen Sie Ihr Projekt überall im Netz bekannt!

– Videos, Fotos, Aktionen sind wichtig!

– Denken Sie an klare, einfache Formulierungen!

– Alles soll Transparent sein

4. Danach

– Nun wird das Geld ausgezahlt (aber nur wenn der Betrag erreicht wurde)

– Jetzt liegt es an Ihnen, Ihre Idee umzusetzen!

– Vergessen Sie Ihre Unterstützer nicht!

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