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Crowdfunding Plattform: fundsters , Deutschland

Alle Daten sind ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit aufgeführt. Jeder, der sich für diese Plattform interessiert, sollte sich deshalb weitere genaue Informationen einholen. Wir übernehmen keine Haftung für die Angaben der nachfolgenden Daten!

I. Kontaktdaten

Webseite: http://www.Fundsters.de
eMail: info@Fundsters.de
Tel.: +49 2159 91 53 30
Rechtsform: AG
Postadresse: Rudolf-Diesel-Str. 11, 40 670 Meerbusch
Registergericht: Amtsgericht Neuss,
Registernummer: HRB 15032
Vorstand: Markus Brütsch, Dr. Weinberger
Team von Fundsters: http://www.Fundsters.de/fragen/ueber-uns/das-team/
Eigener Block: http://www.Fundsters.de/blog/kategorien/alle/
Facebook: http://www.facebook.com/Fundsters
Twitter: https://twitter.com/Fundsters
Xing: https://www.xing.com/companies/Fundstersag

II. Geschäftsdaten und Abwicklung

Gegründet: Ende 2011
Besonderheit: Plattform für Crowdfunding in Deutschland
Mitarbeiter: 13, Tendenz steigend
Schwerpunkt: Gemischt
Beteiligungen: ab 250 Euro
Zeitraum: Max. unterschiedlich
Beteiligungsform: Stille Beteiligung
Zielgruppe: Gemischt
Provision: 4 % (bei Unterstützern) bis 9 % (bei Investing) + 10 Prozent Gewinnbeteiliung
Haltefristen: In der Regel 5 Jahre
BaFin-Aufsicht: JA!
Zahlung: Treuhand Fidor Bank
Registrierte Mitglieder: Nicht bekannt
Aktive Mitglieder: Nicht bekannt
AGB: http://www.Fundsters.de/company/agb/

III. Historie und Entwicklung

Mit Fundsters begegnet uns endlich einmal wieder ein Unternehmen, das auch bei der BaFin registriert ist und auch sonst die aktuellen Geldwäsche Gesetze beachtet. Bei vielen anderen Crowdfunding Plattformen werden der Geldwäsche und Steuerhinterziehung Tür und Tor geöffnet. Fundsters möchte sich gegenüber diesen Plattformen absetzen und ein seriöses als vor allem auch zukunftsträchtiges Crowdfunding anbieten. Gegründet wurde die Crowd Plattform im Jahre 2011 und orientiert sich dabei an der Fidor Bank, die auch involviert ist. Fundsters möchte sich an Vereine, Unternehmen und Privatpersonen wenden. Die Entwicklung verlief rasant. Heute kann Fundsters mehr als 13 festangestellte Mitarbeiter zählen und ein weites Netz aus Experten. Die Expansion geht weiter.

IV. Informationen für Investoren

Investieren kann jeder bei Fundsters ab 1 Euro. Voraussetzung hierbei ist eine umfassende Registrierung sowie Identifikationsprüfung. Diese ist vom Gesetzgeber in der EU vorgeschrieben, wird aber leider nur von wenigen Crowd Unternehmen eingehalten.
Die Legitimationsprüfung kann auf fünf Wegen geschehen. Am einfachsten erscheint das Post-ID Verfahren, was wohl fast allen bekannt sein dürfte. Ebenso wie das Verify-U Verfahren (Online-Identifizierung), welches aber als nicht sicher gilt. Ebenso kann es auch über beglaubigte Ausweiskopie (Notar, Einwohnermeldeamt) erfolgen. Kunden der Fidor Bank brauchen nur ihr Konto miteinander zu verknüpfen.

Ist dieses erst einmal erfolgt, steht dem Unterstützer die Welt des Crowd Investment offen. Auf der Plattform lassen sich unterschiedliche Projekte bereits einsehen, an denen man sich nach Belieben beteiligen kann.

Die Beteiligung erfolgt über eine Stille Beteiligung. Allerdings nicht an dem auserwählten Projekt. Die Beteiligung ist nur über Fundsters an dem Start-up möglich. Eine direkte ist jedoch ausgeschlossen.

In der Regel wird die Beteiligung 5 Jahre gehalten, bevor es zum Exit kommt.

Dabei berechnet das Crowdunternehmen 10 Prozent vom Gewinn. Steuerliche Abrechnungen und das weitere Reporting in dieser Zeit erfolgen durch ein Tochterunternehmen von Fundsters.

V. Informationen für Gründer

Gründer können selbst eine Kampagne auf Fundsters starten. Die Auswahlkriterien dafür sind schwammig, sodass praktisch jeder Zugang erlangen kann. Projekte sind schon ab kleinen Summen möglich und können 100.000 Euro weit übersteigen.

Auch Gründer müssen sich natürlich einem genauen Identifikationsverfahren unterziehen.
Nun kann unterschieden werden. Soll eine Investition erfolgen oder ein Beitrag.
Unter Investitionen versteht man ernsthafte Projekte, die auch Gewinn bringen sollen. Als Beitrag werden Projekte gefördert, die eher einen Spaßfaktor haben, bei denen ein Gewinn allerdings nicht zu erzielen ist. Statt dessen erhalten Unterstützer eine Gegenleistung als Dankeschön.

Ein Businessplan sollte vorhanden sein, ist aber anscheinend kein Muss. Ist die gewünschte Finanzierungssumme erreicht, erfolgt die Auszahlung an die Gründer. Abzüglich der unterschiedlichen Provisionen, Gebühren und so weiter.

VI. Unser Fazit

Mit Fundsters etabliert sich auch eine Plattform, die dem derzeitigen Marktführer endlich das Fürchten lehren kann und sich auf dem Weg nach oben befindet. Das Team der Crowdfunding Plattform besteht keinesfalls aus jungen Netzaktivisten, die der Piraten Partei entsprungen sein könnten. Sondern aus kompetenten Personen im mittleren Alter. Zahlreiche Teammitglieder bringen eine langjährige Erfahrung aus unterschiedlichen Bereichen mit, die sich für das Angebot im Crowdfunding harmonisch miteinander verbinden. Da macht das Investieren zum ersten Mal wirklich richtig Spaß. Hier kann Crowdfunding gelebt und erlebt werden.

Mit Fundsters findet sich auch erstmalig eine Plattform, die legal und ganz offiziell auch Gelder über 100.000 Euro für ein Projekt einsammeln darf. Viele werden jetzt sagen, aber der Marktführer und andere Plattformen bieten dieses ebenfalls an. Das ist zwar richtig, doch so ganz legal ist das Treiben nicht immer. Fundsters setzt dem ein Ende und bietet legales und gesetzeskonformes Crowdfunding an, ohne Hintertüren oder Gesetzeslücken nutzen zu müssen.

Ein Novum ist auch die Legitimation. Bei anderen Crowd Plattformen ist uns fast immer aufgefallen, dass auf die aktuellen Geldwäschegesetze kein Wert gelegt wird. Damit boten sich ideale Möglichkeiten an, um ganz bequem Gelder zu waschen. Deshalb hat auch hier Fundsters Wert auf die gesetzlichen Vorgaben gelegt.

Nun die Schattenseiten

Aber natürlich gibt es auch Punkte, die man differenziert betrachten muss. Fundsters will keine laufenden Gebühren für Investoren/Unterstützer berechnen. Im Klartext, man muss bei seiner Investition weiterhin mit Fundsters zusammenarbeiten. Und das lässt sich das Team im Erfolgsfalle gut bezahlen. Immerhin 10 Prozent verlangt Fundsters aus dem erzielten Gewinn der Beteiligung.

Was ebenfalls nicht gut gefällt, ist die Ansprache. Statt die förmliche Anrede, nutzt Fundsters das „Du“. Das findet man häufig im Internet, kann aber auch als Frech bezeichnet werden. Denn, ob ich jemandem das „Du“ anbiete, möchte ich in der Regel selbst entscheiden. Die Crowd Plattform versucht sich vor allem im Bereich der Sozialen Netzwerke. So soll sich jeder in der Community gemeinsam mit anderen Mitgliedern austauschen können. Das ist sicherlich ein Punkt, für Freunde von Sozialen Netzwerken, weniger jedoch von Investoren, die sich ernsthaft mit Crowdfunding beschäftigen möchten.

Wissen sollte man auch, dass man sich nicht direkt an dem vorgestellten Projekt beteiligt. Das Geld fließt an die Fundsters Venture Capital GmbH. An dieser erwirbt man auch die Stille Beteiligung. Die GmbH schließt dann mit dem Gründer den Beteiligungsvertrag ab und verspricht, alle Gelder der Unterstützer zu 100 Prozent in das Startup fließen. Eine häufig gewählte Abwicklungsform im Crowdfunding. Zu einem ist die Abwicklung relativ einfach und zum anderen kann sich Fundsters so überall Vorteile verschaffen. Der Unterstützer hingegen bleibt in einer Abhängigkeit. Letztendlich bestimmt damit die Crowdfunding Plattform den eigentlichen Rückkaufwert der Beteiligung. Sicherlich sind hierbei die gesetzlichen Bedingungen zu beachten, dennoch ist so etwas immer mit Vorsicht zu betrachten. Größere Investitionen sollten so generell nicht getätigt werden. Das lohnt in der Regel nur für drei- oder maximal kleine vierstellige Summen. Damit kommen wir auch schon auf den nächsten Knackpunkt.

Die Frage, ab welcher Summe man sich denn eigentlich Beteiligen kann. Hierfür bedarf es einer Menge Zeit, um die Antwort auf der Crowd Plattform finden zu können. Die Antwort lautet ab einem Euro. Nun befinden wir uns in einem Ein-Euro-Laden. Das zeugt nicht wirklich von Seriosität. Hier versucht man der Fidor Bank nachzueifern und vor allem Unterstützer anzuziehen, die bislang wenig Erfahrung von der Materie haben. Das hat zu Folge, das wirklich lukrative Ideen von Gründern eher anderweitig platziert werden. Das gleiche Bild ergibt sich auch bei der Zielgruppe. Hier zeigt sich Fundsters als ein Gemischtwarenladen. Ein wirklicher Schwerpunkt ist nicht zu finden, das ist schade. Nachbesserung an Fundsters ist unbedingt zu empfehlen!

Die vorgesellten Projekte sind interessant. Dennoch sind immer wieder Ausreißer zu finden, wie etwa eine Kinderparty. Oder ein Projekt aus der Vergangenheit, indem ernsthaft für einen Menschenkicker gesammelt wurde. So bewegen wir uns schnell von einem seriösen Bild zum Image eines TV-Senders al á RTL II. Projekte, die eigentlich keinen Erfolg und schon gar nicht einen Gewinn versprechen. Hier sollte man als ernsthafte Plattform mehr aussortieren, um das Risiko gering zu halten. Insbesondere wird Gründern geraten, einen Businessplan als Grundvoraussetzung zu verwenden, es ist aber anscheinend kein Muss. Hier läuten alle Alarmglocken. Das Risiko ist damit unüberschaubar geworden. Ein Totalverlust der Einlage mehr als wahrscheinlich.

Erstaunlich ist auch, das hier, wie bei Schnellballsystemen Gründer darauf hingewiesen werden, die eigene Familie und Freunde einzubeziehen. Da diese in der Regel 30 bis 50 Prozent aufbringen, so Fundsters. Eine gefährliche Sache und unserer Erfahrung nach absolut nicht üblich. Freunde und Familie sollte man aus solch riskanten Sachen immer raushalten. Denn wozu sonst nutzt man das Crowdfunding?

Damit lässt sich festhalten, für User, die einfach Geld ausgeben wollen (weil es Spaß macht oder ein Projekt interessant ist) eine attraktive Plattform sein kann. Praktisch eine sympathische Alternative, die sich in das hippige soziale Netzwerk im Web einreiht. Für ernsthafte Investoren aber mit Sicherheit weniger interessant. Beim dem neuen Trend des Social Banking, wo sich alles mit jedem verbindet, bestehen aber auch große Gefahren. So war es nie einfacher wie hier, komplette Personenprofile zu erstellen. In Verbund mit Bank und Crowd Plattform geht das nun noch viel direkter.