Kategorie-Archiv: Companisto

Crowd Plattform: companisto, Deutschland

Alle Daten sind ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit aufgeführt. Jeder, der sich für diese Plattform interessiert, sollte sich deshalb weitere genaue Informationen einholen. Wir übernehmen keine Haftung für die Angaben der nachfolgenden Daten!

I. Kontaktdaten

Webseite: www.companisto.de
eMail: info@companisto.de
Tel.: +49.30-95604145
Rechtsform: GmbH
Postadresse: Companisto GmbH, Hauptstr. 12, 10827 Berlin
Registergericht: Berlin, Deutschland
Registernummer: DE 276 014 929
Geschäftsführer: Tamo Zwinge, David Rhotert
Team von companisto: https://www.companisto.de/companisto-team
Eigener Block: https://www.companisto.de/all-news-companisto
Facebook: http://www.facebook.com/Companisto
Twitter: https://twitter.com/Companisto
YouTube: http://www.youtube.com/companisto

II. Geschäftsdaten und Abwicklung

Gegründet: 01. August, 2011
Besonderheit: Erste Plattform für Crowdfunding in Deutschland
Mitarbeiter: 5
Schwerpunkt: Startups
Beteiligungen: ab bereits geringer Summe
Zeitraum: Max. unterschiedlich
Beteiligungsform: Direkt über den Crowd-Betreiber!
Zielgruppe: Startups
Provision:  Individuell
BaFin-Aufsicht: Nein, noch nicht vorhanden
Zahlung: Direkt und Treuhänder
Registrierte Mitglieder: nicht bekannt
Aktive Mitglieder: nicht bekannt
AGB: https://www.companisto.de/business-terms

III. Historie und Entwicklung

Bei Companisto handelt es sich um eine neue und sehr innovative Crowdfunding Plattform, die vor allem an der Gewinn- und Wertsteigerung der Startups interessiert ist. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 2011. Eine festgeschriebene Mindestbeteiligungssumme für Unterstützer gibt es nicht. Jeder kann also soviel geben, wie es ihm möglich ist. Damit werden auch vor allem normale User eingeladen, am Erfolg neuer Startups teilhaben zu können.
Das Gründerteam setzt sich entgegen anderer Crowd Plattformen tatsächlich aus Experten zusammen, die eine lange Erfahrung mitbringen. Das bietet das ideale Umfeld auch für Laien.
In der Abwicklung setzt die Plattform vor allem auf langfristige Bindungen zwischen 8 und 12 Jahren mittels Stillen Beteiligungen. Die ganze Verwaltungsabwicklung wird direkt durch Companisto abgewickelt, was insgesamt zu einer schlanken Kostenstruktur für Startups führt und auch für Investoren zahlreiche Vorteile mit sich bringt.
Allerdings können User sich nicht direkt an den Startups beteiligen, sondern nur über die Crow-Plattform. Damit baut Companisto in doppelter Hinsicht eine Abhängigkeit auf. Die Investoren sind vom Betreiber abhängig und verlieren auch noch ihren normalen Einfluss (bei einer Stillen Beteiligung) und Companisto wird zu einer unkalkulierbaren Größe beim Startup.

Die Betreiber haben sich aber nicht nur auf das einfache Crowdfunding spezialisiert, sondern bieten zudem später bei Erfolg auch weitere Anschlussfinanzierungen über externe Partner an. Ein guter Weg um ernstzunehmende Startups anzuziehen.
Bei den Gründern Ramo Zwinge und David Rhotert handelt es sich um etablierte Rechtsanwälte. Ein weiteres Plus für Investoren. Denn die Crowd Betreiber kennen sich auch im rechtlichen Umfeld aus. Teure Fehler können also zum größten Teil ausgeschlossen werden.
Gefördert wird das ganze Crowdfunding bei Companisto durch namhafte Einrichtungen, die selbst ebenfalls Knowhow in die Plattform einbringen.

IV. Informationen für Investoren

Da der Einstieg ins Crowdfunding mit bereits geringen Summen möglich ist, finden hier auch User mit geringen finanziellen Möglichkeiten Gehör. Doch sollten diese Vorsichtig sein.
Um sich beteiligen zu können, ist eine Registrierung erforderlich:

Link: https://www.companisto.de/signup

Der Ablauf bei einem Investment unterscheidet sich aber zu den anderen Plattformen. Die User beteiligen sich mittels Companisto an dem Startup. Das bedeutet, das Companisto direkt als Stiller Beteiligter beim Startup auftritt, während die User über Compnanisto beteiligt sind. Das kann Vorteile haben, birgt aber auch große Gefahren.

Nach der Registrierung kann man sich an beliebigen Startups beteiligen. Die Einzahlung erfolgt direkt an einen Treuhänder oder an Companisto. Wird die Geldsumme erreicht, erhalten die Investoren ein Dokument mit dem Anzahl der Anteile und den weiteren Ablauf.

Um sich über das gewünschte Startup zu informieren, bietet die Crowd Plattform eine sehr ansprechende Präsentation. Es kommt zu keinen Verwirrungen und Reizüberflutungen wie bei anderen Betreibern.
Alle Informationen sind sauber gegliedert und so schnell zu finden. Auch wenn hier wieder der automatisch generierte Unternehmenswert unseriös wirkt und schnell zu einer Täuschung führen kann.

V. Informationen für Startups

Für Startups bietet die Plattform eine gute Möglichkeit, um die Verwaltung zu reduzieren. Denn die Geldgeber werden nicht an dem Unternehmen beteiligt. Einzig Companisto beteiligt sich mit dem eingesammelten Geld an dem Startup. Die User, die eingezahlt haben, werden so über Companisto eingetragen.
Das hat Vorteile beim Verwaltungsaufwand. Denn ansonsten müsste man jede einzelne Stille Beteiligung Jahr für Jahr steuerlich neu erfassen. So muss dieses nur für eine Person erfolgen. Allerdings ergibt sich damit auch ein nicht kalkulierbare Machtabgabe. Denn über Stille Beteiligungen kann auch ein Mitsprache Recht erwerben werden. Dieses ist in der Regel jedoch bei zum Beispiel 150 kleinen Beteiligungen unbedeutend. Sammeln sich diese 150 Beteiligungen jedoch nur auf eine Firma, kann das schon anders aussehen.

Bewerben können Sie sich ganz einfach per eMail, unter: startups@companisto.de

Folgende Unterlagen werden erwartet:
– Vorstellung Geschäftsmodell
– Weiteres nach Rücksprache

VI. Kurzes Fazit

Bei diesem Anbieter gefällt uns zunächst das Design und auch die Bedienführung, die sich von den anderen deutschen Anbietern abhebt und individuell wirkt. Auch Farben, Bilder und Textr sind harmonischer miteinander kombiniert. Es wirkt zunächst einfach freundlich.
Auch das Team stellt sich freundlich und seriöse vor. Ein sehr angenehmer Eindruck. Im Gegensatz dazu bei crowd berlin, hier bot man uns bei der Team Vorstellung teilweise Männer mit langen Bärten in Freizeitkleidung an. Somit erleben wir mit companisto erstmalig eine wirkliche positive Teamvorstellung.
Schaut man sich die Daten näher an, erkennt man sogleich auch Kompetenz. Es handelt sich also nicht wie bei vielen anderen deutschen Plattformen um Internetfreaks. Die Gründer bringen Erfahrung, Kompetenz mit und haben zuvor andere Berufe erlernt. Damit wird companisto schon einmal ein seriöses Image verliehen. Dennoch unterliegt auch diese Plattform keiner Aufsicht. Das wird jedoch befremdend, da Companisto viel weiter geht als andere Crowd-Plattformen. Dieses sollte man mit großer Vorsicht beachten!

Was uns jedoch nicht gefällt, ist die lange Bindung zwischen Unterstützer und Startup. Hier werden Zeiten von 8 bis 12 Jahren genannt. Deutlich zu lange. Denn nach dem ersten Erfolg stürzen viele Startups in die Belanglosigkeit ab und verlieren Wert. Entwickelt sich das Unternehmen erfolgreich, macht sich das innerhalb von 2 – 4 Jahren bemerkbar. In dieser Zeit kommt es auch oft zum Exit (Verkauf). Die Jahre danach sind meistens trübe und wenig interessant.
Für den Unterstützer ist dieser Punkt wichtig, will er auch eine Rendite erwirtschaften und bei den ersten Erfolgen seine Beteiligung abstoßen zu können.

Negativ ist auch, das sich der User nicht direkt an einem Startup beteiligen kann. Dieses übernimmt Companisto. Nur der Betreiber tritt direkt als Teilhaber beim Startup auf. Die User, also Investoren erhalten nur einen Gewinnanteil. Das ist für den Gründer unter Umständen sehr positiv (kann aber auch fatal sein), den ihm wird viel Verwaltung abgenommen. Für den Investoren jedoch eine sehr gewagte Sache. Zu einem untersteht Companisto bisher keiner Aufsicht, zum anderen ist der Investor komplett von Companisto abhängig und hat keinen Kontakt und keinen Einfluss auf das Startup. Dabei stoßen die bereits langen Haltezeiten als sehr negativ auf. Wer wirklich Rendite und Gewinn erzielen wird, ist mit so einem Modell nur sehr unzureichend bedient.

Aber auch auf dieser Seite sind einfach zu wenig Informationen vorhanden, wenn gleich sie professioneller und seriöser als viele andere Seiten wirkt. Laien werden sich jedoch anderweitig informieren müssen.

Von den ersten Eindrücken und Abläufen bietet sich mit Companisto eine Plattform, die man vorsichtig betrachten muss. Anleger müssen hier zweimal vertrauen. Einmal dem Startup und einmal der Plattform. Für viele Anleger zu viel. Besonders Kenner der Szene werden sich weit entfernt halten. Für einfache User, die sich jedoch erst einmal ausprobieren wollen und dabei keine Gewinnabsichten verfolgen, eine gute Plattform. Man fühlt sich gut aufgehoben und auch die angebotenen Startups erscheinen wirklich geprüft und deren Ziele einigermaßen realistisch. Die einzelnen Startups sind sehr anschauend und verständlich dargestellt. Auffallend ist auch eine einfache Gliederung, mit der man schnell die gewünschten Informationen finden kann. Insgesamt könnte man so die Plattform empfehlen. Wären da eben nicht die gesonderten Beteiligungsabläufe, die die ganze Abwicklung noch einmal riskanter gestalten und den Gewinn schmälern können.