Kategorie-Archiv: Seedmatch

Seedmatch – Die Crowdfunding-Plattform für deutsche Startups – alternative Investments mit Rendite-Potential: Investieren Sie online in zukunftsweisende junge Unternehmen.

Crowdfunding Plattform: Seedmatch, Deutschland

Alle Daten sind ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit aufgeführt. Jeder, der sich für diese Plattform interessiert, sollte sich deshalb weitere genaue Informationen einholen. Wir übernehmen keine Haftung für die Angaben der nachfolgenden Daten!

I. Kontaktdaten
Webseite: www.seedmatch.de
eMail: info@Seedmatch.de
Tel.: +49.351-3140555
Rechtsform: GmbH
Postadresse: Seedmatch GmbH, Altenzeller Str. 39, 01069 Dresden
Registergericht: Dresden, Deutschland
Registernummer: DE 266149104
Geschäftsführer: Jens-Uwe Sauer
Team von Seedmatch:
Eigener Blog: http://blog.seedmatch.de/
Newsletter-Anmeldung: https://www.seedmatch.de/newsletter
Facebook: https://www.facebook.com/seedmatch
Twitter: https://twitter.com/#!/seedmatch
YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=2NM9BlQpctY
Xing: https://www.xing.com/companies/seedmatchug-crowdfundingf%C3%9Crstartups?trkid=us:45f3e16ccbf398b7e068b4c15416e5c2:d41d8cd98f00b204e9800998ecf8427e:companies;trkoff=0

II. Geschäftsdaten und Abwicklung

Gegründet: 01. August, 2011
Besonderheit: Erste Plattform für Crowdfunding in Deutschland
Mitarbeiter: 10
Schwerpunkt: Startups
Beteiligungen: Ab 250 Euro
Zeitraum: Regulär 60 Tage, optionale Verlängerung um 60 Tage
Beteiligungsform: Ehemals stille Beteiligung, nun
partiarisches Nachrangdarlehen
Zielgruppe: Zunächst Startups bis 200.000/250.000 Euro Geldbedarf
Provision: Max. 10 Prozent
BaFin-Aufsicht: Nein, noch nicht vorhanden. Der Prozess der Einführung des partiarischen Nachrangdarlehens wurde mit der BaFin abgestimmt.
Zahlung: An externen Treuhänder
Registrierte Mitglieder: 10.656
Aktive Mitglieder: 22 Prozent
AGB: https://www.seedmatch.de/agb

III. Historie und Entwicklung

Jens-Uwe Sauer ist zugleich Gründer und auch Geschäftsführer der Crowdfunding Plattform Seedmatch. Eine Plattform, die im August 2011 für großes Aufsehen sorgte. Seedmatch leistete Pionierarbeit und brachte das Crowdfunding als erster Anbieter direkt nach Deutschland. Spezialisiert ist der Betreiber dabei vorwiegend auf Startups. Die Beteiligungen finden ab 250 Euro statt. Bis November 2012 bestand die Beteiligungsform der Investoren in einer stillen Beteiligung. Mit dem Hardware-Hersteller Protonet gelang es Seedmatch als erste Plattform in Deutschland 200.000 Euro durch die Crowd einzusammeln. Diese Summe konnte durch ein neues Beteiligungsmodell, das partiarische Nachrangdarlehen, gefundet werden.

Gleichzeitig mit Gründungsdatum konnte die Crowdfunding Plattform die ersten beiden Startups präsentieren, die sich sogleich auch erfolgreich platzieren ließen. Dabei handelte es sich zum einem um den cosmopol-shop (Online-Versandhandel) und zum anderen um eine Webseite, die sich im Bereich des Gehirnjogging (NeuroNation) erfolgreich etablieren konnte.

Der Gründer von Seedmatch entdeckte bereits frühzeitig das enorme Potenzial vom Crowdfunding. Sein Glück zu dieser Zeit war insbesondere, das in Deutschland kein Anbieter zu finden war. Und das, obwohl die Nachfrage nach dieser neuen Finanzierung gerade deutlich im Steigen war.

Schnell entwickelte sich die Idee zu einem fertigen Geschäftsmodell. Schwerpunkte setzt man dabei ausschließlich auf Crowdfunding für Startups. Also junge Unternehmen, die auf Seedmatch ihre Ideen präsentieren und so um Geld für die Umsetzung werben können.
Mit Angebotseinstellung haben mögliche Interessenten 60 Tage Zeit sich an dem Startup und die der Idee zu beteiligen.
Bis zum 29. November 2012 gingen die Investoren mit der Zahlung des Unterstützerbeitrages eine stille Beteiligung mit dem jeweiligen Startup ein. Mittlerweile hat Seedmatch sein Vertragswerk überarbeitet. So waren zum Anfang nur Summen bis zu 100.000 Euro für Gründer möglich. Dieser Betrag wurde nunmehr auf 200.000/250.000 Euro angehoben. Dafür erhalten Investoren nun eine Absicherung in Form eines partiarischen Nachrangdarlehens. Bei Erfolg des Startups werden diese am Gewinn sowie am Wertzuwachs beteiligt.

Um als transparenter, unabhängiger Vermittler aufzutreten, hat sich Seedmatch für einen externen Treuhändern entschieden. Unterstützungsbeträge erfolgen in der Sammelphase also nicht an die Crowd Plattform oder den Starter, sondern an einen legitimierten, externen Treuhänder. Erst wenn mindestens die jeweilige Fundingschwelle erreicht wurde, erfolgt eine Auszahlung an das Startup. Konnte wider Erwarten diese Summe jedoch nicht erreicht werden, werden die eingezahlten Investments direkt an die User wieder ausbezahlt. Für die User entstehen dabei keine Kosten.
Positiv fällt auf, dass Seedmatch versucht, auch die rechtlichen Details umzusetzen und damit höhere Anforderungen an die Startups stellt. Gründer, die nur unzureichende Angaben machen und auch nicht mit dem Geschäftsplan überzeugen können, haben – so macht es den Eindruck – auf Seedmatch keine Chance auf eine Präsentation ihrer Ideen. Der Fokus bei den Startups ist dabei zunächst auf die Geschäftsidee ausgerichtet. Erst wenn diese das Potenzial hat, viele Menschen zu begeistern und zudem auch noch im Markt bestehen kann, erfolgt eine Annahme. Auch ein Alleinstellungsmerkmal sollte vorhanden sein.

Nach Auskunft der Crowdfunding Plattform, ist das Einstellen von Geldgesuchen grundsätzlich kostenlos. Konnte dieses jedoch erfolgreich finanziert werden, wird maximal eine Provision von 10 Prozent fällig. Diese Provision wird von dem eingezahlten Geld in Abzug gebracht.

Im Laufe der Zeit soll die Möglichkeit eines Fundings für Startups auf bis zu 500.000 Euro erhöht werden. Mittlerweile ist Seedmatch seit einem Jahr erfolgreich auf dem deutschen Markt vertreten. Nach eigenen Angaben sind aktuell mehr als 10.000 Mitglieder auf der Plattform registriert. 22 Prozent, 2.038 (Stand 7.1.2013 ) davon beteiligen sich aktiv am Crowdfunding.

IV. Informationen für Investoren

User, die sich an einem Projekt beteiligen wollen, finden mit Seedmatch einen Anbieter, der sich auf dem richtigen Weg befindet. Vor der Annahme von neuen Startups müssen diese zunächst diverse Unterlagen vorlegen.

Dennoch erscheint das Prüfungsgebahren dabei recht schwammig. Wir raten jedem User daher, die Daten vor einem Investment selbst genau zu prüfen. Insbesondere da Gründer auch keine Schufanachweise zu erbringen haben, erhöht sich die Gefahr.

Beteiligungen sind mit jeder beliebigen Summe bis 10.000 Euro möglich, müssen minimal aber 250 Euro betragen.

Auch die AGBs sind nach wie vor sehr allgemein gehalten, sodass bei gerichtlichen Auseinandersetzungen mit Sicherheit die eine oder andere Änderungen erfolgen wird. Seedmatch erklärt ausdrücklich, dass keine Anlageberatung erfolgen würde. Dieses ist jedoch bei einer Crowdfunding Plattform mehr als zu bezweifeln. Unseriös wirkt dabei, dass sich Investoren für die Nutzung in keiner Form identifizieren müssen. Auch hier wird es sicherlich künftig noch Klärungsbedarf geben.

Ablauf einer Beteiligung bei Seedmatch:
– Anmeldung: Rechts oben auf der Startseite
Mit der Anmeldung erhält der Interessierte zunächst einen Basisaccount. Erst nach dem persönliche Daten eingefügt wurden, kann auf alle Informationen zugegriffen werden.
Die Nutzung ist derzeit generell kostenlos. Informationen zu den jeweiligen Startups sind wie folgt vorhanden: Businessplan, Video, Info, Personeninfo.

Die Möglichkeit, Fragen direkt an die Gründer zu stellen, ist auf dieser Crowdfunding Plattform möglich. Ein Identitätsnachweis muss aber anscheinend nicht erbracht werden.

V. Informationen für Startups
Gründer, die ihre eigenen Projekte und Visionen auf Seedmatch vorstellen möchten, müssen zunächst eine Innovation und Nachhaltigkeit nachweisen können. Neue Konzepte, die vor allem ein Alleinstellungsmerkmal bieten, sind besonders gefragt. Ein Businessplan ist ebenfalls notwendig.

Bewerben können Sie sich ganz einfach per eMail, unter: startups@seedmatch.de

    Folgende Unterlagen werden erwartet:

– Kurzer Businessplan oder
– Executive Summary (max. 8 Seiten) oder
– Aussagefähige Präsentation und Bewerbung

Die eingesandten Unterlagen werden durch das Team von Seedmatch geprüft.

VI. Kurzes Fazit

Die Plattform macht einen guten und strukturierten Eindruck. Für Laien hingegen, die sich mit dem Thema Crowdfunding erst noch vertraut machen müssen, finden sich hier aber keine Informationen.

Unklar ist auch, in welchem Umfang die eingereichten Daten der Gründer tatsächlich geprüft werden. Da Seedmatch versucht keine Anlageberatung abzugeben, was aber eigentlich bezweifelt werden muss, hält sich die Plattform im Hintergrund. Andernfalls müsste sie hohe gesetzliche Auflagen erfüllen. Demnach sollte jedes Crowdfunding Angebot sehr genau geprüft werden.

Unklar ist auch ob und wie weit die Gründer auf ihre finanzielle Situation geprüft werden. Gerade bei kleineren Startups kann es dabei zu möglichen Problemen kommen, die sich so nicht überblicken lassen.

Für User, die sich bereits mit dem Thema Crowdfunding auskennen und sich auch des hohen Risikos bewusst sind, sicherlich ein gute Wahl.
Als eher “zweifelhaft” und teilweise unverständlich muss auch die Unternehmensbewertung gesehen werden. So wird jedes Startup mit einer pauschalen Summe bewertet. Auch wenn sich diese in keinen Fantasiebereichen befinden, ist die Höhe dennoch oft erstaunlich und scheint der realen Basis nicht gerecht zu werden. Das führt leicht zu einer möglichen Verunsicherung des Investors. Hier gilt es also, sehr genau aufpassen und hinschauen!

Derzeit genießt die Plattform sowohl bei Usern und Investoren einen guten Ruf. Über Erfolge kann abschließend nichts berichtet werden, da Seedmatch erst seit Mitte 2011 auf dem Markt ist.

Durch die Änderung in den Beteiligungsmöglichkeiten haben sich Nachteile für die Investoren ergeben. Das alte Modell, das auf der Basis einer stillen Beteiligung beruhte, existiert nicht mehr. Nun wurde ein partiarisches Darlehen konzipiert. Das bedeutet, wird das Startup später verkauft, scheiden auch die Investoren zwangsweise aus. Dabei wird der Wert der Beteiligung zu dem Zeitpunkt ausgezahlt. Praktisch wird damit auch eine zu große Gewinnerwartung vermieden.

    Update von Seedmatch:

Mit dem patriarischen Darlehen haben unsere Investoren keine Nachteile, im Gegenteil, bei einem Verkauf des Startups profitiert der Investor gleich doppelt, zum einen durch die Beteiligung am Gewinn des Startups und zum anderen, durch den bei einem Exit vereinbarten Bonuszins. Damit ist der Investor am Exit des Startups wirtschaftlich mittelbar beteiligt.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter http://blog.seedmatch.de/2012/11/26/seedmatch-knackt-die-100-000-euro-nuss-und-definiert-crowdfunding-fur-startups-neu/