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Kiva.org : Mit Mikrokrediten Lebensperspektiven schaffen

Crowd Plattform: Kiva, USA

Alle Daten sind ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit aufgeführt. Jeder, der sich für diese Plattform interessiert, sollte sich deshalb weitere genaue Informationen einholen. Wir übernehmen keine Haftung für die Angaben der nachfolgenden Daten!

I. Kontaktdaten

Webseite: www.kiva.org + mit deutschen Erklärungen http://www.kiva-deutschland.org/de/
eMail: http://www.kiva.org/help/contact-us
Tel.: +828 479-5482
Rechtsform: Non-Profit Organisation
Postadresse: Kiva Microfunds, 875 Howard Street, Suite #340,
San Francisco, CA 94103 USA
President kiva: Premel Shah
CEO kiva: Matt Flannery
Team von kiva: http://www.kiva.org/about/team
Eigener Block: http://www.kiva.org/updates/kiva
Facebook: http://www.facebook.com/kiva
Twitter: http://twitter.com/#!/kiva
YouTube: http://www.youtube.com/kiva

II. Geschäftsdaten und Abwicklung

Gegründet: 2005
Besonderheit: Crowdfunding Plattform (non-profit!) für 3.Welt/Schwellenländer
Mitarbeiter/Partner: 34 Mitarbeiter, 179 Partner
Schwerpunkt: Hilfesuchende in: 3. Welt/Schwellenländern
Beteiligungen: Ab 25 Dollar, in 25 Dollar Schritten nach oben
Zeitraum: unterschiedlich
Beteiligungsform: Über Kredite
Zielgruppe: Jeder, der helfen will. Rendite steht nicht im Vordergrund
Provision: Keine
Zahlung: Nur PayPal für Europa
Registrierte Mitglieder: unbekannt
Aktive Mitglieder: unbekannt
AGB: http://www.kiva.org/legal/terms
http://www.kiva.org/legal/privacy

III. Historie und Entwicklung

Kiva.org ist eine Crowdfunding Plattform, die vor allem Projekte in der Dritten Welt und den so genannten Schwellenländern anbietet. Dabei geht es vor allem um Mikrokredite, die besondere und teilweise innovative Projekte in diesen Ländern fördern sollen. Insgesamt steht somit der soziale Aspekt im Vordergrund, weniger jedoch die Rendite all solches. Insgesamt werden Projekte in über 67 unterschiedlichen Ländern angeboten.

Die Seitensprache ist englisch. Somit eignet sich kiva nur für Interessenten, die auch diese Sprache verstehen. Eine Übersetzungsmöglichkeiten auf kiva besteht nicht. Allerdings kann man im Internet eine deutsche Anleitung vorfinden.

Kiva möchte grundsätzlich Projekte anbieten, die den Menschen in den 3. Welt Ländern und in den Schwellenländern ein besseres und sicheres Leben ermöglichen. Dabei soll ein einfaches Zusammenführen zwischen Hilfesuchenden und Unterstützern über die Crowd Plattform Kiva erfolgen. Die Betreiber versprechen, 100 Prozent des eingesammelten Geldes direkt an den Sucher (Kreditnehmer) weiterzuleiten.
Gegründet wurde die Plattform im Jahre 1995 durch Matt und Jessica Flannery, beide waren damals gerade 28 beziehungsweise 27 Jahre alt.

Nach den Angaben von Kiva wurde ein Kreditvolumen von 112 Millionen Dollar in den letzten Jahren generiert, das insgesamt an über 280.000 Kreditnehmer ausgezahlt wurde. Mehr als 640.000 Kreditgeber haben sich bei kiva engagiert. Im Durchschnitt zahlte so jeder Unterstützer um die 175 US Dollar ein. Die Einzahlung erfolgt in der Regel nur über PayPal. Der Zahlungsanbieter berechnet dafür jedoch dem Betreiber keine Gebühren.

IV. Informationen für Investoren

User, die zu Unterstützern werden wollen, haben es zunächst auf kiva schwer. Unendlich groß scheint die Auswahl an Projekten zu sein. Dennoch besteht die Möglichkeit durch eine Auswahl, die Suche auf ein oder mehrere Länder zu begrenzen. Gleichzeitig kann der Unterstützer auch die Ergebniswahl noch einmal nach Frauen und Männern filtern. Ebenso wie den Einsatzzweck, der sich auch nach diversen Möglichkeiten näher eingliedern lässt.
Wer noch detaillierter die Suche vornehmen will, kann einzelne Projekte auch nach Finanzierungsbedarf und Dauer der Rückzahlung sortieren. Die Teilnahme wird allerdings erschwert, da nur eine PayPal Zahlung möglich ist.
Wer von Deutschland aus investieren möchte, für den ist das Thema der Währungsschwankung ebenfalls zu beachten. Kiva bietet die Möglichkeit an, das Risiko auf den Unterstützer zu übertragen.
Durch zahlreiche Zusatzinformationen kann der Investor auch bei ähnlichen Projekten die Rückzahlungsmodalitäten einsehen.

Der Unterstützungsbetrag kann ab 25 Dollar aufwärts erfolgen und ist in 25 Dollar Schritten nach oben frei wählbar.

Wie bereits erwähnt, ist die gesamte Plattform in englischer Sprache gehalten. Wer diese Sprache jedoch nicht beherrscht und dennoch bei kiva aktiv werden möchte, findet eine kleine Hilfe in deutscher Sprache.

Hilfe Link für kiva: http://www.kiva-germany.de

Auf dieser Seite werden alle Funktionen und Möglichkeiten der Kiva Crowdfunding Plattform in Deutsch beschrieben.

Direkt als Unterstützer auf Kiva registrieren: https://www.kiva.org/register

Es sei hier nochmal ganz klar gesagt, dass kiva nur eine gemeinnützige Organisation ist. Rendite und Gewinne lassen sich auf kiva praktisch nicht oder nur im geringen Umfange erzielen. Auf kiva zählt einzig der soziale Gedanke, dementsprechend sind auch die Ausfallraten.

V. Informationen für Kreditnehmer

Das Wort Startup oder Gründer ist oft schwierig bei kiva zu verwenden. Die Projekte sind oft so vielfältig und klein, dass diese Wörter schlichtweg falsch wären. Kreditnehmer fast da schon eher den Personenkreis zusammen.

Grundsätzlich kann sich jeder aus der 3. Welt aber auch aus den Schwellenländern als Kreditnehmer bewerben. Dabei ist es wichtig ein Projekt vorzuzeigen, was die eigene Position und das der Familie verbessern kann. Große Projekte, die jedoch rein auf Gewinnstreben ausgelegt sind, werden in der Regel nicht angenommen.
VI. Kurzes Fazit

Negativ fällt bei Kiva allerdings auf, das der Unterstützer in den Zahlungsmöglichkeiten eingeschränkt wird. So kann er zur Nutzung nur PayPal verwenden. Und das in einer Zeit, in der gerade PayPal immer wieder zu Beschwerden anregt.
Das Risiko ist als höher einzuschätzen als bei herkömmlichen Crowd Plattformen. Denn gerade in den Dritte Weltländern haben sich Mikrokredite zwar als hilfreich erwiesen. Aber eben nur kurzfristig. Viele der Projekte scheiterten bereits nach kurzer Zeit. Deswegen sollten sich Unterstützer ganz klar bewusst machen, dass es bei kiva.org nicht so sehr um die Rendite geht, als eigentlich um den sozialen Aspekt. Wer Hilfe leisten will, ohne dabei den zahlreichen undurchsichtigen Hilfsorganisationen vertrauen zu müssen, wird mit kiva sicherlich sehr zufrieden sein. Vor allem, da die Investoren die einzelnen Projekte teilweise Schritt für Schritt begleiten können. Das Mitfiebern wird bei dieser sehr spezifischen Crowd Plattform stark geprägt.

Rendite ist praktisch nicht möglich

Wer sich hingegen auch auf eine mögliche Rendite orientieren möchte, sollte seine Unterstützung nur für ein Projekt in den Schwellenländern einzahlen und von den Dritte Welt Ländern Abstand nehmen. Doch hierbei gilt zu beachten, dass kiva eine non-profit Plattform ist, dementsprechend sollte man Wörter wie Rendite sicherlich nicht mit kiva verbinden. Wer also in diesem Bereich etwas erwartet, wird hier sicherlich enttäuscht. Entsprechend setzt sich das Team bei kiva auch aus einem bunt gemischten Team zusammen. Kompetenzen wird man sicherlich kaum im geeigneten Umfange vorfinden können.

Leichte Bedienung

Positiv fallen die zahlreichen Suchmöglichkeiten auf. Da die Projekte auf kiva schier unbegrenzt sind, können sich User mittels sehr umfangreichen Suchfunktionen einfacher orientieren. Das gestaltet vor allem die Benutzbarkeit bei kiva sehr erfreulich. Die Übersichtlichkeit ist ebenso als positiv zu erwähnen. Mit nur wenigen Klicks erhält man die gewünschten Informationen.

Währungsrisiko
Da die Plattform international agiert, kommt es bei Einzahlungen oft zu Währungsunterschieden, wodurch Schwankungen entstehen. Das Risiko dabei kann auf den Unterstützer übertragen werden. Allerdings sollte man sich auch bewusst machen, dass dieses erheblich zulasten der möglichen Rückzahlung geht, besonders wenn man sich nur mit kleinen Summen beteiligen will.

Technische Fehler
Die Plattform kiva ist aber längst nicht ausgereift. So kommt es auch immer wieder zu kleinen technischen Schwierigkeiten. Teilweise werden Projekte in der Voransicht mit Finanzierungsbedarf angezeigt. Sobald man jedoch in die Detailansicht wechselt, wird bereits eine komplette Finanzierung angezeigt. Solche Fehler dürften heute nicht mehr passieren. Besonders schlimm wird es bei kiva dadurch, dass die Betreiber selbst auf diese Fehler hinweisen. Jedoch anscheinend kaum umsetzbare Lösungen aufweisen können.
Risiko und Fazit für Unterstützer

Kiva verspricht, 100 Prozent der Geldleistungen an die Projekte weiterzureichen.
Wer Hilfe leisten möchte, kann das dennoch bei Kiva sicherlich am besten. Bei großen Hilfsorganisationen wird einem nie klar, was mit dem gespendeten Geld tatsächlich passiert. Kiva ist da schon transparenter. Dennoch sollte man sich immer bewusst machen, dass die Geldleistung unter Umständen nicht zurückbezahlt wird. Gerade in der 3. Welt ist das Ausfallsrisiko am höchsten.