Unterschiede zwischen Fremd- und Eigenkapital beim Crowdfunding

Eigenkapital vs. Fremdkapital

Beim Crowdfunding basieren zwei finanzielle Anreizmodelle. Bei den meisten Plattformen werden Investoren am Fremdkapital beteiligt. Dafür erhalten Sie einen festgeschriebenen Zinssatz und die spätere Rückzahlung. Die gängigste Form hierbei ist die Stille Beteiligung. Wenn eine Crowd Plattform nicht über erweiterte Zulassung (BaFin Aufsicht, Gewerbegenehmigung) verfügt, wird auch oft das partiarische Darlehen verwendet.

Das andere Modell ist auf dem Eigenkapital beruhend. Investoren erhalten eine Beteiligung am Eigenkapital. Meistens in Form von Wertpapieren. Dieses Modell eignet sich jedoch erst ab einem höheren Kapitalbedarf und ist für Gründungen unter 50.000 Euro sicherlich kaum zu empfehlen. Ausnahmen bestehen jedoch. Die Rückzahlung dieser Beteiligung hängt immer direkt vom Unternehmenswert oder dessen Gewinn ab.

Hohes Risiko, Totalausfall möglich

Dennoch sind beide Modelle mit einem hohen Risiko verbunden. Ein Totalverlust ist jederzeit möglich. Investieren Sie also nur, wenn Sie einen Verlust auch verkraften können.

Fremdkapital beim Crowdfunding

Fremdkapital bedeutet im Endeffekt, dass Gründer einen Betrag auf Zeit bekommen. Der Investor stellt so einen beliebigen Geldbetrag in Form eines Darlehens oder einer Beteiligung zur Verfügung. Der Investor partizipiert in der Regel nur an den Zinsen. Teilweise auch an einer möglichen Wertsteigerung. Der Umfang ist dabei immer aus den einzelnen Verträgen er sichtbar. Auch ein Mitspracherecht besteht nicht beziehungsweise ist kaum erwähnenswert.

Eigenkapital beim Crowdfunding

Beim Eigenkapital besteht eine feste Verzinsung in der Regel nicht. Auch ein fester Rückzahlungstermin ist nicht vereinbart. Das kann besonders bei Startups große Vorteile mit sich bringen. Ein Mitspracherecht besteht, da der Investor quasi zum Miteigentümer wird und so je nach Höhe seiner Beteiligung auch eigene Vorstellungen einbringen kann.