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Crowdfunding Plattform: gründerplus, Deutschland

Diese Plattform hat Ihren Betrieb eingestellt !!!

Alle Daten sind ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit aufgeführt. Jeder, der sich für diese Plattform interessiert, sollte sich deshalb weitere genaue Informationen einholen. Wir übernehmen keine Haftung für die Angaben der nachfolgenden Daten!

I. Kontaktdaten

Webseite: www.gruenderplus.de
eMail: info@gruenderplus.de
Tel.: +49.341 926 59 333
Rechtsform: GmbH
Postadresse: Gründerplus GmbH
Registergericht: Leipzig, Deutschland
Registernummer: HRB 28097
Geschäftsführer: Tim Arlt

II. Geschäftsdaten und Abwicklung

Gegründet: September, 2011
Besonderheit: Platt für Crowdfunding in Deutschland
Mitarbeiter: Nicht bekannt
Schwerpunkt: Startups im Bereich eCommerce
Beteiligungen: Ab 50 Euro
Zeitraum: 30,60, 90 Tage
Beteiligungsform: Stille Beteiligung und andere Formen
Zielgruppe: Startup, eher Kleinprojekte
Provision: 5- 10 Prozent
BaFin-Aufsicht: Nein, noch nicht vorhanden
Zahlung: eigener Treuhandservice
Registrierte Mitglieder: unbekannt
Aktive Mitglieder: unbekannt
AGB: https://www.gruenderplus.de/index.php/agb.html

III. Historie und Entwicklung

Die Plattform Gründerplus startete bereits im September 2011, die Ergebnisse lassen aber noch zu wünschen übrig. Der Aufbau der Webseite ist übersichtlich, wenn gleich auch hier die Informationen nur dürftig gestreut sind. Aber dieses Manko findet man bei fast jeder Crowd Plattform.
Im Team selbst befindet sich auch ein Rechtsanwalt der zusammen mit anderen (der Selbstdarstellung nach) kompetenten Mitarbeitern die Startups betreuen will.
Gründerplus bietet mit ihrer virtuellen Plattform eine Begegnung von Gründern und möglichen Investoren, die mittels Mikroinvestments neue und innovative Konzepte fördern wollen. Bei den Startups soll es sich zunächst eher um kleinere Gründungen im eCommerce Bereich handeln.
User, die sich an den Ideen und Visionen beteiligen wollen, können dieses bereits mit 50 Euro tun.
Erfahrung ist insofern vorhanden, als das Team selbst für die Gründung der Crowd Firma und Umsetzung der Plattform Geld einsammelten. Das direkt über Crowdinvesting. So kamen mehr als 57.000 Euro zusammen.
Die Betreiber bringen durch ihre vorherige berufliche Erfahrung selbst Knowhow ein. So besteht zudem ein großes Netzwerk an internationalen Kontakten, die bei der Beurteilung neuer Startups hilfreich sein sollen.
Der hauseigene Blog soll dabei als zusätzliche Informationsquelle dienen. Sowohl für Interessenten und Personen, die sich mit dem Gedanken einer Crowd Gründung tragen. Allerdings zielen die Themen dort meistens auf allgemeine wirtschaftliche Themen als auf Crowd Themen.

IV. Informationen für Investoren

User, die Startups unterstützen wollen erhalten eine kleine Information, die zwar gut gegliedert ist, dennoch aber sehr kurz gehalten wurde.
Wer sich an künftigen Projekten beteiligen möchte, muss sich zunächst registrieren.

Link: —–

Eine Überprüfung der Angaben erfolgt nicht im Sinne des Geldwäschegesetztes.
Mit 50 Euro kann sich jeder an einem beliebigen Projekt beteiligen, sofern er bereits volljährig ist. Die Beteiligung erfolgt dabei in Form des stillen Teilhabers.
Der Unterstützungsbetrag wird dabei direkt an ein Treuhandkonto eingezahlt. Sie können zeitgleich auch mehrere Projekte unterstützen. Die Bindungsfristen liegen unterschiedlichen und sollen im Durchschnitt zwischen 6 – 8 Jahren erfolgen. Kürzere Zeiten sind jedoch oft zu empfehlen, um so die Rendite bei erfolgreichen Projekten zu erhöhen. Erfolgreiche Projekte erleben einen Höhenflug und fallen danach wieder zurück. Dabei geht es dann darum, genau im Höhenflug die Beteiligung abzustoßen. Der festgelegte Beteiligungszeitraum sollte daher immer sehr genau beachtet werden. Nach diesem Zeitraum kann sich der Investor die Beteiligung auszahlen lassen.

V. Informationen für Startups

Im Gegensatz zu anderen Plattformen stellt diese jedoch möglichen Gründern mehr Informationen und Abläufe zur Verfügung. So bietet sich auf einer Seite eine Übersicht mit vielen Ratgebern, rund um die Gründung und zahlreichen Checklisten. Nicht erfahrene Gründer werden hier interessante Informationen finden, die sich tatsächlich nützlich umsetzen lassen.

Link: ——

Gründer können sich bewerben, die ein neues Konzept im Internet planen. Innovative Ideen werden dabei bevorzugt. Bis zu welcher Höhe diese tatsächlich auch umgesetzt werden, ist nicht bekannt. Daher ist anzunehmen, dass zunächst kleinere Projekte gefördert werden sollen.
Wer sich nun mit seiner Idee bewerben möchte, kann dieses zunächst mit einer Registrierung durchführen.

Link: ——

Danach sollten folgende Unterlagen eingereicht werden:

– Idee und Präsentation
– Businessvorlage und Geschäftsplan
– Lebenslauf
– Weiteres nach Absprache

VI. Kurzes Fazit

Die Facebook Seite des Crowd Anbieters wirkt ein wenig verlassen und Schmucklos. Hier scheint sich seit Ewigkeiten keiner mehr Gedanken gemacht zu haben. Eigentlich schade, denn gerade Facebook ist im Bereich Crowd eine wichtige Brücke um Kontakte zu Gründern und Investoren aufzubauen. Völlig unpassend wurde bei Facebook ein Tannenbaum als Weihnachtsfoto eingestellt. Das Bild wirkt gerade zu grotesk. Wer sich selbst ein Bild machen möchte: http://www.facebook.com/photo.php?fbid=521469764544046&set=a.346587592032265.93369.248932968464395&type=1&theater.
Das Team setzt sich aus erfahrenen Leuten zusammen. So findet man auch einen Rechtsanwalt im Team, der angibt, mehr als 20 Jahre Erfahrung zu haben. Aber eine BaFin Kontrolle oder eine erweiterte Gewerbegenehmigung für Finanzen sucht man dennoch vergebens. Somit garantiert auch kein Rechtsanwalt im Team für eine saubere Umsetzung.
Da sich die Plattform selbst über Crowd Kapital finanzierte, ist sie zugleich Aushängeschild für diese neue Form des Investments. Allerdings scheint die Plattform bislang in all der Zeit nicht wirklich Erfolg mit ihrem Geschäftsmodell zu haben und schwimmt verlassen und ohne Kurs im großen weiten Web herum. Die eigene Firmenpräsentation wirkt ein wenig unpassend. So wird erwähnt, dass bereits am 1. Online-Tag das erste Mitglied gewonnen wurde. Ein Ergebnis, das wohl eher von einem Misserfolg spricht, also von einem Erfolg. Hier sollte noch einmal die Überarbeitung der Präsentation erfolgen.

Gründerplus unterstützt jede Rechtsform bei Startups. Nicht unbedingt professionell. Denn wer will viel Geld in ein Startup investieren, das später nur als GbR oder gar als Einzelunternehmen firmiert. Auch hier sollte noch einmal nachgebessert werden.
Derzeit werden zudem keine Startups angeboten. Es bleibt abzuwarten, wie sich das weitere Angebot auf Gründerplus entwickelt.