Crowdfunding und der Erfolg – was wird die Zukunft bringen ?

Jeder, der ernsthaft plant, Geld als Unterstützer in Crowdfunding Projekte zu investieren, sollte das nur, wenn er auch einen Totalverlust verkraften kann. Crowdfunding bietet ein enormes, nicht zu unterschätzendes Potential. Besonders wenn es um Startups geht. Neue Ideen können geboren, Visionen umgesetzt werden. Verläuft ein Startup wirklich erfolgreich, können die Investoren durchaus teilweise ansehnliche Renditen verbuchen.

Doch viel wichtiger erscheint beim Crowd Funding das Mitwirken. Mit nur kleinen Beiträgen kann man gemeinsam mit einer großen Masse an Menschen etwas Neues schaffen. Das vor allem fasziniert.

Hohes Risiko beim Crowdfunding

Doch man sollte sich auch bewusst machen, dass Crowd Projekte sehr riskant sind. Im schlimmsten Falle verliert man seine Einlage. Deswegen sollte eine Unterstützung wirklich immer nur dann erfolgen, wenn dieser Verlust verkraftbar erscheint. Ein Grund für einen Misserfolg sucht man zunächst bei den meisten Crowd Plattformen selbst. Die Zugangsvoraussetzungen sind bislang einfach für Startups zu lax. Oft sind die Betreiber selbst noch zu jung und unerfahren und können in vielen Fällen keine Geschäftspläne lesen. So überzeugt die Idee der Gründer meistens alleine, das Kontrollieren der Umsetzung zu dieser Idee wird jedoch unterlassen. Allerdings ist damit zu rechnen, dass die Betreiber dazulernen und ihre Zugangsvoraussetzungen anpassen werden.

Tricks helfen in der Anfangsphase

Die Plattform Kickstarter nutzt sogar bei erfolglosen Projekten die Hilfe der Suchmaschinen. Mit einem kleinen Zusatz in den Metadaten der Webseiten werden diese Projekte so gekennzeichnet, dass sie gar nicht erst in den Suchergebnissen auftauchen. Wer also nach Kickstarter sucht, wird dementsprechend in den Ergebnissen der Suchmaschinen nur positive Projekte sehen können. Eine moderne Art der Verschleierung.

Nur ein Kleinteil ist erfolgreich

Zieht man eine Bilanz der letzten Jahre, ist zu erkennen, das ungefähr 25 Prozent aller Projekte tatsächlich kurzfristig erfolgreich sind. Über den weiteren Verlauf liegen zu wenige Daten vor, als das man eine Aussage tätigen könnte.

Ungefähr ¾ der Projekte erhalten entweder nicht die benötigte Finanzierungssumme oder scheitern kurz nach dem Start. Das ist im Grunde aber auch nicht schlimm. Denn das ist ja im Praktischen der Grundgedanke beim Crowdfunding. Jeder, der sich beteiligt, kennt die Gefahr des Scheiterns.

Es ist damit zu rechnen, die Zahl der Startups, die das gewünschte Crowd Kapital nicht erreichen, steigen wird. Das liegt unter anderem auch daran, das in den nächsten 5 – 10 Jahren weitere Crowdfunding Plattformen auf den Markt stoßen werden. Für den User bietet sich damit zunächst ein Wirrwarr aus unzähligen Plattformen und kaum noch zählbaren Startups und anderen Projekten. Erst im Verlaufe der nächsten 10 Jahre werden einige Plattformen dominieren und den Markt beherrschen. Das bietet zugleich eine gewisse Stabilität für User und Gründer zugleich.